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FIH Indoor Rules 2027

Die FIH hat für die kommende Hallenhockeysaison einige Anpassungen der Regeln vorgenommen. Swiss Hockey hat hier die wesentlichen Änderungen zusammengefasst.

Die neue Ausgabe der FIH-Hallenhockeyregeln tritt international am 1. November 2026 in Kraft. Die FIH betont ausdrücklich, dass keine grundlegenden Elemente des Spiels verändert wurden. Der Schwerpunkt liegt auf Klarstellungen, Vereinfachungen, einer einheitlicheren Regelauslegung sowie einer stärkeren Angleichung an die Feldhockeyregeln.

Die für Spieler, Trainer und Schiedsrichter praktisch wichtigsten Änderungen betreffen den uneingeschränkten Torhüterwechsel, die neuen Regeln zu persönlichen Strafen, die Kommunikationsverbote, die präzisierten Regelungen zu gefährlichem Spiel sowie die detaillierteren Vorgaben bei Strafecken. Weitere Details können im «FIH Rules for Indoor Hockey, effective from 1 November 2026» entnommen werden.

Zusammenfassung der wichtigsten Regeländerungen FIH Hallenhockey 2027

1. Wegfall der Begrenzung des Torhüterwechsels
Die bisherige Beschränkung der Anzahl von Wechseln zwischen einem vollständig ausgerüsteten Torhüter und einem zusätzlichen Feldspieler wird aufgehoben. Mannschaften können diesen Wechsel nun beliebig oft durchführen.

2. Halbzeitpause nun offiziell 5 Minuten
Die Halbzeitpause beträgt künftig grundsätzlich 5 Minuten. Wird in der Schweiz an die Belegung der Hallen evtl. auf drei Minuten angepasst.

3. Ballannahme aus der Luft
Es wurde ausdrücklich klargestellt, dass ein Spieler einen Ball in der Luft kontrollieren darf, indem er ihn mit der flachen Seite des Schlägers auf den Boden drückt. (Der Ball darf zuvor nicht in der Luft gestoppt worden sein).

4. Kommunikationsgeräte verboten
Spieler dürfen während des Spiels keine Geräte verwenden oder tragen, mit denen Informationen gesendet oder empfangen werden können (z. B Sportuhren.).

5. Ballberührung durch Schiedsrichter
Bislang lief das Spiel nach einer Ballberührung durch einen Schiedsrichter grundsätzlich weiter. Neu gilt: Wird eine Mannschaft dadurch benachteiligt, wird das Spiel mit einem Bully fortgesetzt.

6. Strafecke
Das Verfahren bei Strafecken wurde an mehreren Stellen präzisiert:

  • Der Hereingeber muss den Ball unmittelbar nach dem Anpfiff spielen.
  • Entsteht während einer Strafecke nach Ende eines Viertels eine Bully-Situation, wird die Strafecke grundsätzlich als beendet betrachtet statt wiederholt.

7. Neues Kartensystem
Ein Spieler oder Teamoffizieller darf während eines Spiels nicht zweimal dieselbe Kartenfarbe erhalten. Karten für reine Mannschaftsvergehen (z. B. gegen den Kapitän) werden dabei nicht berücksichtigt.

8. Persönliche Strafen gegen Teamoffizielle
Erstmals können auch Teamoffizielle (Trainer, Betreuer usw.) persönlich bestraft werden. Während einer Zeitstrafe spielt die Mannschaft mit einem Spieler weniger.

9. Vergrößerung des Handschutzes der Spieler
Die maximal zulässige Länge des linken Handschutzes wurde von 355 mm auf 365 mm erhöht, um die Regel an die aktuellen Prüfstandards für Schutzausrüstung anzupassen.