Sowohl die Schweizer U18 Girls als auch die U18 Boys haben in den vergangenen Tagen ihre EM-Vorbereitung mit internationalen Testspielen vorangetrieben. Während die Girls in Calais (FRA) auf A-Division-Team Frankreich trafen, absolvierten die Boys eine mehrtägige Testserie in Polen mit Partien gegen Polen und Österreich. Beide Teams sammelten dabei wertvolle Wettkampferfahrung für die anstehenden Europameisterschaften im Juli.
Intensive Länderspiel-Wochenenden für die Schweizer U18-Teams – wertvolle Erkenntnisse für die EM-Vorbereitung
U18 Girls fordern Frankreich und sammeln wichtige Erfahrungen
Für die U18 Girls war die Testserie gegen Frankreich ein echter Härtetest: Frankreich spielt in der A-Division der EuroHockey Championship, während die Schweiz in der B-Division um den Klassenerhalt kämpft. Umso wichtiger waren die drei intensiven Spiele auf hohem Niveau.
Zum Auftakt unterlag die Schweiz am Samstag mit 0:2. Trotz guter Phasen liess das Team einige Chancen liegen, die das Spiel in eine andere Richtung hätten kippen lassen können. Auch am Sonntag zeigte sich ein ähnliches Bild: Erneut verpassten es die Schweizerinnen, ihre Möglichkeiten zu verwerten, während Frankreich jeden Abstimmungsfehler in der Defensive eiskalt bestrafte und am Ende mit 0:4 gewann.
Im letzten Spiel am Montag zeigten die Schweizerinnen dann ihre beste Leistung der Serie. Nach einer starken ersten Halbzeit führte das Team mit 2:0, ehe eine umstrittene lange gelbe Karte den Spielverlauf massgeblich beeinflusste.
Frankreich nutzte die Überzahl, glich aus und entschied die Partie schliesslich mit der Schlusstrafecke knapp mit 4:3 für sich.
Head Coach Mathias Schaeben zeigte sich trotz der Resultate zufrieden: „Die Serie war für uns ein Erfolg. Die Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert, das hohe Tempo angenommen und gezeigt, dass wir auf diesem Niveau mitspielen können.“
Die Testserie diente auch dazu, Abläufe und Automatismen unter Wettkampfbedingungen weiterzuentwickeln.
„Nun gilt es, bis zur EM noch konsequenter zu werden und hart zu arbeiten – sowohl gegen den Ball als auch in der Chancenverwertung vor dem Tor“,
so Schaeben weiter. Mit wichtigen Erfahrungen im Gepäck richten die Girls nun den Blick auf die finale Vorbereitung für Glasgow.
U18 Boys mit durchzogener, aber lehrreicher Testserie in Polen
Parallel dazu reisten die U18 Boys nach Polen, wo sie sich mit Gastgeber Polen und Österreich massen. Schon die Anreise gestaltete sich kompliziert: Nach einem langen Reisetag mit Busproblemen startete das Team mit einer knappen Verzögerung in die erste Partie gegen Österreich. Trotz engagiertem Start fehlte dem Team die nötige Konsequenz, sodass man sich schliesslich mit 0:3 geschlagen geben musste.
Am gleichen Tag folgte das erste Duell mit Polen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit gelang es dem Team, sich in der zweiten Spielhälfte deutlich zu steigern. Mehr Konzentration, mehr Wille und besseres taktisches Verhalten führten schliesslich zu einem 3:1-Sieg dank Treffern von Sebastian Herzog, Matteo Spada und Maurizio Ribaudo.
Am Sonntag folgte ein weiteres Spiel gegen Polen. Erneut startete die Mannschaft zu wenig konsequent, kam nach der Pause aber besser ins Spiel. Trotz Toren von Colin Zeis und Luc Huber ging die Partie mit 2:3 verloren.
Zum Abschluss traf das Team am Pfingstmontag erneut auf Österreich. Dieses Mal zeigten die Schweizer von Beginn an eine konzentrierte und aggressive Leistung. Mit hoher Körperspannung, klaren defensiven Laufwegen und einem starken Auftritt in der Schlussphase konnte die Schweiz das Spiel dank eines späten Treffers zehn Sekunden vor Schluss mit 4:3 für sich entscheiden. Die Torschützen: Flurin Lohm, zweimal Matteo Spada und Marius Rütishauser.
Head Coach Thierry Grandchamp zog ein insgesamt positives Fazit: „Das Wochenende war intensiv und lehrreich. Wir konnten verschiedene Defensivsysteme und unseren Spielaufbau unter Wettkampfbedingungen testen. Dank der Videoanalysen erhielten die Spieler zudem wertvolle Inputs für ihre persönliche Entwicklung.“
Ein interessanter Nebenaspekt: Sowohl Polen als auch Österreich werden an der Europameisterschaft in Alanya (TUR) in der gleichen Gruppe wie die Schweiz spielen. Die Spiele boten somit bereits wichtige Einblicke in die kommenden Gegner.






