Man sollte nie aufhören zu träumen. Und dann kann alles passieren …
Mission World Cup Qualifiers (WCQ) – The Freshwomen’s perspective

Swiss Hockey: Lea, Sina, Ihr seid neu im Aufgebot der Damen und dann direkt an die FIH World Cup Qualifier. Wie fühlt sich das an für Euch?
Sina: Ich habe um ehrlich zu sein nicht damit gerechnet das es mir ins Kader reicht. Umso schöner war es zu erfahren, dass ich mit dabei bin. Es ist eine riesen Ehre die Schweiz auf dieser grossen Bühne vertreten zu dürfen.
Lea: Fantastisch natürlich! Nach der erfolgreichen EM im Sommer kann ich es kaum erwarten, als Team in Chile auf dem Platz zu stehen. Ausserhalb Europas auf internationaler Ebene zu spielen, ist unter anderem einer unserer grössten Träume!
Swiss Hockey: Wie ist es so in der Nationalmannschaft zu sein?
Lea: In der Nationalmannschaft zu spielen bedeutet für mich, intensiv Zeit mit Freundinnen zu verbringen, die die gleiche Leidenschaft teilen und für jeden „Scheiss“ zu haben sind. Durch mehrtägige Lehrgänge und Turniere wächst man auf unterschiedlichsten Ebenen zusammen, was die Verbindungen untereinander enorm stärkt.
Sina: Es ist ein tolles Gefühl wieder zurück zu sein. Man hat bei den Junioren bereits einmal die Luft der Nationalmannschaft schnuppern dürfen. Nun ist man offiziell bei den „Grossen“ dabei und bisher geniesse ich es sehr sowohl hockeytechnisch als auch im Team untereinander.
Swiss Hockey: Was begeistert Euch am Team und was könnte man besser machen/sein?
Sina: Ich finde es cool einmal hinter die Kulissen zu sehen. Die meisten Spielerinnen kenne ich auf dem Platz als Gegner während der Meisterschaft . Nun lernt man sie neben dem Platz und auf dem Platz als Mitspieler kennen. Es herrscht eine tolle Stimmung
Lea: Ich persönlich finde, dass unser Team sich immer sehr bemüht, im Austausch untereinander zu bleiben, und dass wir so inklusiv wie möglich sein wollen, über alle Barrieren wie Sprache und Alter hinweg.
Swiss Hockey: Für welchen Club spielt ihr und auf welchen Positionen im Club / Nationalmannschaft?
Lea: Ich würde mich momentan als club-los beschreiben, haha. Die Hinrunde sowie die letzten Jahre habe ich für Servette gespielt und kann wegen eines Austauschsemesters leider nicht mit meinem Team die Rückrunde bestreiten. Im Club habe ich im zentralen Mittelfeld gespielt. Diese Position überlasse ich im Nationalteam anderen und begebe mich stattdessen in die zentrale Verteidigung.
Sina: Ich spiele seit klein auf beim HC Olten und bin hauptsächlich als Verteidigerin auf dem Platz. Seit letzter Saison bin ich immer wieder mal im Mittelfeld anzutreffen. In der Nationalmannschaft spiele ich auch in der Verteidigung.
Swiss Hockey: Und wie seid Ihr denn zum Hockey gekommen? Was begeistert Euch an der Sportart?
Sina: Meine Eltern haben sich durchs Hockey kennengelernt. Somit wurden mir und meinem Bruder das Hockey quasi weitergegeben. Ich habe mich anfangs noch dagegen gewehrt Hockey zu spielen. Habe aber bei meinem Bruder immer die Medaillen gesehen und wollte dies auch. Dann hat es mich auch gepackt.

Lea: Mundpropaganda und die geografische Nähe zum Hockeyplatz, es war eher Glück als Verstand. Am Hockey begeistert mich die Verbindung zwischen Schnelligkeit und Dynamik im Sport, taktischem Verständnis und natürlich dem Teamsport-Gedanken. Ausserdem kommt es meiner kompetitiven Art entgegen – oder kommt diese vielleicht eher vom Hockey?
Swiss Hockey: Neben Hockey: Was macht Ihr denn eigentlich so? (Ausbildung, Beruf?)
Lea: Ich befinde mich im letzten Semester meines Bachelors in Internationalen Beziehungen, den ich in Genf absolviert habe, und werde für mein letztes Semester nach Seoul gehen direkt nach Chile.
Sina: Ich studiere Sportwissenschaften an der Uni Bern und neben dem Hockey bin ich oft auf dem Pferd anzutreffen. Das Reiten ist für mich ein toller Ausgleich zum Hockey.
Swiss Hockey: Und für Eure Hockey Zukunft: Was wäre Euer absoluter Traum?
Sina: Ich freue mich auf die Kommende Zeit mit unserem Team beim HC Olten. Wir sind seit letzter Saison komplett neu aufgestellt und haben viele junge Spielerinnen. Ich freue mich auf die Entwicklung und hoffe natürlich auf einen baldigen Feld-Meistertitel. Und natürlich auf eine tolle WM-Quali in Chile mit einer tollen Überraschung aus Schweizer Sicht. Man sollte ja nie aufhören zu träumen;)
Lea: Olympia natürlich – träumen darf man ja
Swiss Hockey: Ja träumen darf man und in der tat sollte man nie aufhören zu träumen. Euch beiden ein klares Hopp Schwiiz!!! Viel Spass und Erfolg an Eurem ersten World Cup Qualifiers!