Was macht Yves Morat mit 75% mehr Ferien … wenn nicht Hockey spielen
Ein Leben nach der Nationalmannschaft

Swiss Hockey: Yves, am Final4 wurden Carina und Du aus der Nati verabschiedet. Wann hattest Du Dein erstes Cap gespielt? Wie hatte es sich angefühlt im Nati-Trikot die Hymne zu singen?
Yves Morard: Mein erstes Spiel war im Jahr 2014 in Kroatien an der World League. Das Gefühl war sehr speziell und ist bei jedem weiteren Mal genau gleich gewesen wie beim ersten Mal
Swiss Hockey: Was war Dein härteste Länderspiel / Turnier? Warum?
Yves: Ein spezielles einzelnes Spiel gab es glaub ich nicht. Die Spiele gegen Polen, Russland, Ukraine etc waren immer sehr körperlich und danach hatte man viele Blessuren. Oder auch gegen Trinidad Tobago. Dieses Team hat sein ganzes Spiel auf einen einzelnen Spieler ausgerichtet und wir haben es trotzdem nicht geschafft diesen zu neutralisieren. Das war sehr bitter aber auch eindrücklich.
Swiss Hockey: Ausser den Blessuren: Was werdet Ihr an der Nati vermissen? Und was nicht so …?
Yves: Vermissen werde ich die Länderspiele sowie das zusammenkommen mit den anderen Natispielern und dem Staff. Bei Turnieren war man wie in einer anderen Welt und konnte mal richtig abschalten. Weniger vermissen werde ich die Trainings, Lehrgänge, Trainingsvorgaben vor den Turnieren. Auch bin ich nicht böse das 75% meiner Ferien nicht mehr fürs Hockey benötigt werden😉
Swiss Hockey: Viele NachwuchsspielerInnen schauen zur Nati auf. Für viele ist ein Traum in der Nati aufgenommen zu werden. Hast Du Tips für die U14 Regio SpielerInnen, um in die Nati zu kommen?
Yves: Jede Situation annehmen wie sie ist. Egal welche Position oder in welcher Rolle. Wenn man sich für ein Team unverzichtbar macht, egal in welcher Form kommt man automatisch weiter. Und vor allem die Zeit geniessen und wertschätzen. Es ist schneller wieder vorbei als man denkt.
Swiss Hockey: In der Tat. Bei Dir ist es ja jetzt soweit. Wie sehen Deine Pläne abseits des Feldes aus? Wo kann man Dich finden, wenn Du nicht grad im Urlaub bist?
Yves: In der Bernau oder irgendwo in Zürich auf einer Baustelle
Swiss Hockey: Danke Dir Yves. Auch für die tollen Momente, die Du uns als Fans auf dem Feld beschert hattest. Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute und auf bald auf der Bernau.