Meet the People – Ralph Heidemann

Ralph Heidemann. Vom Berliner Basketballer zu Swiss Hockey.

Swiss Hockey: Hi Ralph, schön dass Du Dir Zeit für das Interview genommen hast. Als neues Vorstandsmitglied hast Du seit dem 1. Oktober diesen Jahres die Verantwortung für das Ressort Kommunikation übernommen. Was hat Dich dazu gebracht Dich hierzu engagieren?

Ralph: Durch meine diversen Tätigkeiten auf Vereinsebene und auch als Team Manager der Regio Central und nun der U16 Boys Nationalmannschaft habe ich gemerkt, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement bei einem Verband wie Swiss Hockey ist. Ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer und das Engagement aller könnte der Feldhockey Sport nicht existieren. Der Findungsprozess für die neuen Vorstandsmitglieder startete eher schleppend. Jedoch merkte man bald, dass hier etwas Neues, eine neue Dynamik entsteht. Davon wollte ich ein Teil sein und meinen Beitrag leisten.

Swiss Hockey: Danke Dir Ralph und ja, die neue Dynamik spürt man in der Tat in vielen Bereichen des Verbandes. Doch erzähle uns doch mal: Wie bist Du überhaupt zum Hockey gekommen? Kannst Du die 140 Caps von Stefan Bircher überbieten?

Ralph: «Caps» im Hockey habe ich keine. Ich komme ursprünglich vom Basketball und spielte in der Berliner Auswahl des Bundeslandes bei der U16. Zum Hockeysport bin ich über meinen Sohn gekommen. Als er in der ersten Klasse war, lag bei uns in Adligenswil ein Programm zur Ostersportwoche aus. Das muss 2017 gewesen sein. Lukas wollte etwas Neues ausprobieren und so nahm er beim LSC an der Einführungswoche teil. Nach dieser Woche war ihm klar, dass das «sein» Sport ist. Seit der U12 engagiere ich mich als Team-Manager und schätze die Zusammenarbeit mit dem LSC, den Spielern und den Eltern sehr. Als für Lukas der Weg in der Regio weiterging und Team-Manager gesucht wurden, habe ich mich wieder gemeldet. So konnte ich den Verband näher kennenlernen.

Swiss Hockey: So, ein Basketballer also … auch ein faszinierender Sport. Seit Oktober diesen Jahres bist Du nun im Amt. Kannst Du uns etwas mehr über Deine Ziele mitteilen? Was möchtest Du erreichen mit und für die Swiss Hockey Familie?

Ralph: Um zu wachsen und national wie international erfolgreich zu sein, müssen wir unsere Basis weiter ausbauen – sprich den Breitensport fördern, Feldhockey bekannter machen und so neue Spielerinnen und Spieler für diesen tollen Sport gewinnen. Bildlich gesprochen droht die sportliche Pyramide zu wackeln, wenn wir die Basis nicht weiter stärken.

Ich möchte meine Erfahrungen aus der Kommunikation einbringen und helfen, kommunikativ mehr Struktur schaffen sowie die kommunikativen Inhalte mehr auf Aussenwirkung abstimmen. Eines der ersten Tasks wird daher sein, zusammen mit der Geschäftsstelle die Swiss Hockey

Webseite um Inhalte ergänzen, die auch Hockey-Neulinge anspricht und den Sport einfach und spannend nach Aussen präsentiert. Zudem möchte ich helfen, Vereine und Verband näher zusammen zu bringen. Die Erwartungen an den Verband sind gross – daher gilt es gemeinsame Ziele zu definieren und den Weg dorthin gemeinsam zu gehen. Das letzte «Präsidenten-Meeting» Ende November hat gezeigt, dass auf beiden Seiten jede Menge Goodwill vorhanden ist.

Swiss Hockey: «Goodwill» ist ein wichtiges Asset, um Dinge voranzutreiben. Was denkst Du: was läuft bereits gut? Was kann noch besser laufen? Was muss man vorantreiben?

Ralph: Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv. Der neue Vorstand ist sehr heterogen aufgestellt und vereint Kompetenzen aus vielen wichtigen Bereichen. Nicht alle kommen direkt vom Hockeysport, aber das muss ja kein Nachteil sein. Die Kommunikation im Vorstand ist gut, der Dialog mit den Vereinen sollte aus meiner Sicht noch intensiver werden und nicht nur auf Präsidentenebene stattfinden.

 Swiss Hockey: Da sind wir bei Dir. Kommunikation ist hier das A und O. Deswegen: Was steht auf Deinem Wunschzettel für Swiss Hockey an das Christkind?

Ralph: Ich wünsche mir, dass wir die positive Dynamik im Vorstand beibehalten und wir gemeinsam mit den Vereinen das Feuer für den Hockey-Sport in der Schweiz grösser werden lassen können. Aus Sicht des Team-Manager würde ich mich natürlich auch über ein erfolgreiches Abschneiden der U16 Boys an Ostern in Eindhoven/Valkenswaard und dann bei der Hockey5 EM in Alanya im Juli 2026 freuen.

Swiss Hockey: Danke Dir Ralph. In dem Falle drücken wir schon jetzt der U16 die Daumen und wünschen Dir ein frohes und besinnliches Fest mit Deiner Familie und einen guten Rutsch in 2026.