100 Caps. Zeit zu feiern.

Ein Gespräch mit Sofie Stomps und Raffaela Triebold den 50 Caps Jubilaren.

Swiss Hockey: Sofie, Raffaela – zunächst mal unsere herzlichste Gratulation zu Euren 50 Caps. Das ist in so jungen Jahren eine absolut tolle Leistung. Dürfen wir Euch zunächst fragen: Wie seid Ihr überhaupt zum Hockey gekommen?

Sofie: Über meine Familie, meine Eltern haben beim Basler HC Hockey gespielt und dann sind meine Brüder und ich da quasi reingeboren.

Raffaela: Ich bin durch meine ältere Schwester sowie durch die Nachbarsfamilie Schneider erstmals mit dem Hockeysport in Kontakt gekommen.

Swiss Hockey: Also alles eine „family affair“ … Und was fasziniert Euch denn am Hockey?

Raffaela: Mich fasziniert am Hockey insbesondere die hohe Dynamik, die technischen Anforderungen sowie der ausgeprägte Teamgeist. Diese Kombination macht den Sport für mich einzigartig.

Sofie: Was mich am Hockey am meisten reizt ist die Vielfältigkeit, die Kombination aus Taktik Technik, Athletik und Teamdynamik. Man kann kann sich endlos weiterentwickeln und verbessern und jedes Spiel ist anders als das vorherige.

Swiss Hockey: Und wieviele Caps wollt ihr erreichen (Achtung Swiss Hockey Benchmark: 140 Caps von Stefan Bircher)?

Sofie: Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht. Aber ich habe die Ambition noch einige Jahre Teil der Nationalmannschaft sein zu können. Obwohl eine runde Zahl wie 150 oä zu erreichen schon verführerisch ist, geht es mir mehr um die Erlebnisse mit der Mannschaft und dem erreichen der A-Division als Ziel, dann ist die schlussendliche Anzahl der Caps Nebensache.

Raffaela: Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch nie konkrete Gedanken gemacht. Für mich zählt vor allem, jedes Spiel im Schweizer Trikot zu geniessen, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln und mein Bestes für das Team zu geben. Am Ende werden wir sehen, zu wie vielen Caps es gereicht hat.

Swiss Hockey: Euer Bestes für das Team zu geben ist ein gutes Stichwort: Was ist denn Euer Plan für Chile?

Raffaela: Die Vorbereitung für Chile lief nicht optimal, aber unser Kader hat viel Potenzial. Wir wollen jedes Spiel konzentriert angehen, Spass daran haben und uns so lange wie möglich gegen die Gegner zu behaupten. Träumen darf man dabei ruhig, und wenn wir die WM-Quali schaffen, wäre das natürlich ein Riesenerlebnis für das ganze Team.

Sofie: Für Chile haben wir eine nicht ganz ideale Vorbereitung, dennoch denke ich dass wir einen starken Kader haben werden, mit dem wir uns mit einer soliden Leistung präsentieren können. Ein Spiel wie das gegen Australien müssen wir einfach geniessen. Doch auch die andern beiden Teams (Frankreich und Chile) sind anspruchvolle Gegner. Das heisst wird werden uns was Gutes einfallen lassen, um sie möglichst zu ärgern und haben natürlich das Ziel uns für die WM zu qualifizieren!

Swiss Hockey: Ausser Hockey: was macht ihr denn sonst so? Beruflich / Studium / Lehre andere

Hobbies …

Sofie: Neben dem Hockey habe ich Anfang diesen Jahres meine Promotion (PhD) begonnen an der Uni Utrecht im Bereich der Rolle des Arktischen Meereises im Klimasystem und tauche somit weiter ein in die Welt der Forschung. Viel Zeit für Anderes bleibt dann auch schon nicht mehr, obwohl ich gerne mal die Gelegenheit ergreife andere Sportliche Aktivitäten zu machen, zu kochen oder draussen zu sein.

Raffaela: Beruflich arbeite ich Vollzeit in einer Tagesstruktur als Fachfrau Betreuung Kind. Wenn neben Hockey und Arbeit noch etwas Zeit bleibt, nutze ich sie gerne für meine Familie, gehe in die Natur, probiere kreative Sachen aus oder geniesse einfach mal die Ruhe.

Swiss Hockey: Danke Euch beiden und wir drücken Euch die Daumen für Euer Abenteuer in Chile.