Ehrenamt. Das A und O der Dinge.

Für alle Vereine – ob im Sport, Kultur oder in gesellschaftlichen Belangen – entscheidet ehrenamtliches Engagement der Mitglieder über das „Sein oder Nicht-Sein“.

Dies ist auch bei Swiss Hockey und seinen Mitglieder-Clubs der Fall: ohne das freiwillige Engagement der Mitglieder läuft überhaupt nichts. Und dabei geht es hier nicht nur um den Aspekt der „Ressource“. Vielmehr ist es ihre Leidenschaft, ihre Kreativität, ihre Verve, die die Volunteers einbringen und damit die Kultur, das Herz und die Seele eines Vereins gestalten. Viele Mamis und Papis sind dem Club über ihre Kinder verbunden: sie backen Kuchen, stehen am Grill, fahren und betreuen nicht nur ihre eigenen Kinder an den Matches … oder engagieren sich sogar für den Verband selbst.

Doch warum opfern einige ihre freie Zeit, in der sie sicherlich nach der harten Arbeit etwas besseres tun könnten, als sich um andere/ihren Verein zu kümmern, während andere es in der Tat vorziehen sich zu erholen? Was ist es, was die Volunteers antreibt sich zu engagieren?

Wir konnten mit Lilly Scheller sprechen. Sie ist nicht nur für die JuniorInnen des BeHC verantwortlich, sondern ist auch die Jüngste im Vorstand eines Clubs bei Swiss Hockey.

Swiss Hockey: Lilly, Du bist im Vorstand des Berner HC und dort für die JuniorInnen verantwortlich. Stell Dich doch mal den LeserInnen kurz vor.

Lilly: Ich heisse Lilly, bin 21 Jahre alt und studiere an der Uni Bern Sozialwissenschaften. Ich bin seit 2024 Spielerin in der Damenmannschaft und seit ungefähr einem Jahr auch im Vorstand aktiv. Hockey begleitet mich seit meiner Kindheit und es gibt für mich kein besseres Gefühl, als auf dem Platz zu stehen, vor allem als Spielerin aber in Zukunft auch öfter als Coach bei den Junioren.

Swiss Hockey: Du studierst ja noch und der „typische Vorstandsmitglied“; ist meist auch im etwas älteren Semester. Was motiviert Dich für den Berner HC im Vorstand zu engagieren? Warum machst Du das?

Lilly: Für mich ist das Engagement im Vorstand der Weg, meinem Team und dem Verein etwas zurückzugeben. Es macht mir grosse Freude Teil dieses Vereins zu sein, was ohne die Arbeit des Vorstandes und der Trainer/innen nicht möglich wäre. Es ist für mich also auch ein Weg, Wertschätzung für die Arbeit zu zeigen, die unsere Trainer/innen und Vorstandsmitglieder leisten.

Ich schätze die Zusammenarbeit mit den anderen Vorstandsmitgliedern sehr und bin ein grosser Fan von Diversität innerhalb des Vorstandes und Vereins. Jeder bringt seine eigenen Perspektiven und Ideen mit, dies ermöglicht, dass wir gegenseitig voneinander lernen und uns optimal unterstützen können.

Swiss Hockey: Du warst im April diesen Jahres auch an Deiner ersten Generalversammlung von Swiss Hockey dabei gewesen. Was waren Deine Erwartungen / Befürchtungen? Wie hast Du die GV erlebt?

Lilly: Ich bin sehr unvoreingenommen an die GV gegangen. Da dies für mich eine neue Situation war, habe ich erstmal alles auf mich zukommen lassen. Mein Fokus war es, mich zu orientieren und auch verstehen, welche Rolle wir als Verein haben und wie der Verband agiert. Für mich war die erste Generalversammlung ein aufregender und spannender Tag, an dem ich sehr viel neues lernen durfte, das mich inspiriert hat und ich in meine Vereinsarbeit mit aufnehmen werde, sowie dass ich tolle Leute aus den anderen Vereinen und aus dem Verband kennenlernen durfte.

Swiss Hockey: Der Juniorenbereich ist die Zukunft eines jeden Clubs. Wo siehst Du die Herausforderungen bei Euch und wie möchtest Du diese angehen?

Lilly: Eine zentrale Herausforderung ist es, neue Spieler/innen für den Juniorenbereich zu gewinnen und sie bei uns im Verein zu halten, sodass sie später in den aktiven Herren und Damenmannschaften spielen können. Das können wir schaffen, indem wir ihnen die Chance auf sportliche Entwicklung geben. Dafür brauchen wir ein attraktives Trainingsumfeld und natürlich auch Menschen, die bereit sind, sich im Juniorenbereich zu engagieren.

Weiterhin ist für mich eine gute Zusammenarbeit im Vorstand, aber auch zwischen dem Vorstand, Junioren sowie deren Eltern sehr wichtig. Hockey soll dem Nachwuchs in erster Linie Spass machen. Wenn sie mit Freude dabei sind, dann bleiben sie gerne Teil des Teams und werden hoffentlich treue Vereinsmitglieder. Das können wir als Verein fördern, indem wir gemeinsame Aktivitäten und Events organisieren, die die Identifikation mit dem Verein stärken.

Swiss Hockey: Und wie kann Dich der Verband hier unterstützen?

Lilly: Der Verband ist für mich ein wichtiger Ansprechpartner, der mich und den Verein in unserer Arbeit unterstützt und einen Raum schafft für neue Ideen und Projekte. Dazu gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes, die ich als sehr wichtig empfinde, da sie die allgemeine Sichtbarkeit für unseren Sport verstärkt. Ein tolles Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist beispielsweise, dass wir im Sommer an den «Fit4Future» Days teilnehmen werden. Das ist für unseren Verein eine tolle Gelegenheit, den Sport in Bern bekannter zu machen und neue Kids für unsere Junioren-Teams zu gewinnen.

Swiss Hockey: Danke Dir vielmals für das spannende Interview Lilly. Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude und Erfüllung bei Deinem Engagement für den Berner Hockey Club.