U16 Boys und U18 Boys & Girls an Ostern in Europa unterwegs!

Das Ziel: Mit den grossen Hockeynationen spielen und Erfahrungen sammeln.

U18 Boys: 6-Nations Turnier in Wavre (BE) 

En route

Am 2. April 2026 um 08:30 Uhr, sind wir in Olten mit drei Minibussen Richtung Wavre losgefahren. Wir, 19 Spieler aus der Romandie und der Deutschschweiz, sowie der Betreuerstaff bestehend aus Bas, Jasper und mir.

In der rund sechsstündigen Anreise wurde der Teambuilding-Prozess mittels ersten Kennenlernaufträge initialisiert. Nebst dem Austausch auf der persönlichen Ebene wurden auch sportliche Schwerpunkte gesetzt. Da wir zum ersten Mal in dieser Mannschaftskonstellation unterwegs waren, musste u.a. auch bestimmt werden, wer welche Rollen in den Matches wahrnehmen wird. So wurden u.a. im offensiven und defensiven Bereich die entsprechenden Verantwortlichkeiten wie Injector, Trapper, Line Stoper, First Runner etc. besprochen und den entsprechenden Spielern zugewiesen.

Louvain-la Neuve – unsere Base für die nächsten Tage

Nach der Ankunft und dem Check-in im Hotel in Louvain-la-Neuve fand das erste Teammeeting statt. Im Zentrum standen die gemeinsamen sportlichen Ziele und Erwartungen an die Mannschaft. Bei dieser Gelegenheit durften wir auch unsere Physiotherapeutin, Annelot, begrüssen, welche direkt aus den Niederlanden angereist war.

Mögen die Spiele beginnen

Nach einer entspannten Nacht, starteten wir am Freitag in das Abenteuer Six Nations Turnier. Besonderes Highlight: zwei Tage nach der offiziellen Eröffnung der Belfius Hockey Arena, durften wir dieses tolle Stadion und den Rasen unser «eigen» nennen. Die moderne Infrastruktur und die Atmosphäre im Stadion wirkten auf Spieler und Staff gleichermassen motivierend und unterstrichen den sportlichen Rahmen des Turniers.

Sportlicher Verlauf des Turniers Unser Auftaktspiel bestritten wir gegen einen der Turnierfavoriten, Belgien. Die Mannschaft zeigte eine engagierte und konzentrierte Leistung. Trotz eines 0:2-Rückstands bewies das Team Moral, kämpfte sich zurück und verkürzte auf 2:1. Am Ende mussten wir uns zwar mit 4:2 geschlagen geben, dennoch war die Leistung ein starkes Zeichen für das vorhandene Potenzial.

Im zweiten Spiel gegen Österreich verhinderten vor allem eigene Unkonzentriertheiten ein besseres Resultat. Das Zusammenspiel und gemeinsame Spielverständnis hatte sich gegenüber dem ersten Spiel deutlich verbessert. Trotz ausgeglichenem Spielverlauf mussten wir uns knapp mit 2:1 geschlagen geben – nicht, weil der Gegner besser war, sondern weil wir uns grösstenteils selbst im Weg standen.

Auch im dritten Spiel gegen Irland (2:4) konnte die Mannschaft phasenweise ihr Können zeigen, jedoch fehlte die Konstanz und Konzentration in den ersten 3 Viertel. Erst in den letzten 15 Minuten haben wir zu unserem Spiel gefunden und konnten den Gegner dominieren. Doch die Zeit lief gegen uns, so dass wir den Rückstand nicht mehr aufholen konnten.

Im abschliessenden Spiel gegen Frankreich zeigte das Team nochmals sein volles Leistungsvermögen. Aufbauend auf der starken Leistung gegen Belgien dominierte die Mannschaft das Spielgeschehen klar. Die taktischen Vorgaben wurden konsequent umgesetzt, und die Chancenverwertung war deutlich effizienter. Das Resultat war ein überzeugender 6:1-Sieg und ein gelungener Abschluss des Turniers.

Fazit

Sportlich hat die Mannschaft wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau gesammelt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung im Zusammenspiel und die Tatsache, dass wir gegen starke Gegner mithalten können. Das Turnier hat gezeigt, welches Potenzial im Team steckt, insbesondere wenn Konzentration und Konsequenz über die gesamte Spielzeit gehalten werden.

Neben den Leistungen auf dem Feld wurde auch das Verhalten der Spieler mehrfach positiv durch den Veranstalter hervorgehoben – sei es im Umgang miteinander, in der Ordnung der Kabine oder im allgemeinen Auftreten.

An dieser Stelle auch von mir ein grosses Dankeschön an das Team. Es war mir eine wahre Freude, Euch an diesem Event begleitet zu haben.

Nadine Huber – Teammanagerin U18 Boys

U16 Boys: 6-Nations Turnier in Valkenswaard (NL)

Die Osterpause bedeutete für die U16-Boys-Nationalmannschaft vor allem eines: vier Tage Hockey pur. In Valkenswaard ausgetragen, hatte unsere Gruppe das Privileg, an einem 6-Nationen-Turnier gegen einige der besten U15/U16-Teams Europas teilzunehmen – ein Wettbewerbsniveau, das es bei uns im Inland so nicht gibt und genau die Art von Umfeld, die unsere Spieler brauchen, um sich weiterzuentwickeln.

Einige Tage vor der Abreise erlebten wir als Gruppe einen besonderen Moment. Olympiasieger und eine der grossen Legenden des Welthockeys, Vincent Vanasch, schaltete sich virtuell dazu und teilte seine Geschichte sowie seine Sicht darauf, was es braucht, um die Spitze zu erreichen. Seine Botschaft war einfach, aber kraftvoll: Konstante Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg – jeden Tag 1 % besser zu werden – ist das, was gute von grossartigen Spielern unterscheidet. Diese Botschaft kam bei den Jungs an. So sehr, dass „1 % besser jeden Tag“ inzwischen leise zu unserem Team-Mantra geworden ist, mit Blick auf die nächste Phase unserer Vorbereitung.

Auf dem Platz trafen die Jungs auf starke Gegner und scheuten die Herausforderung nicht. Das Turnier forderte uns taktisch, physisch und mental, und genau das war das Ziel.

Während der Winterperiode haben wir sechs Wochen daran gearbeitet, unsere Teamidentität neben dem Platz zu entwickeln: Wer wir sind, wie wir auftreten und wofür wir stehen. Valkenswaard war die erste echte Gelegenheit, diese Identität auf dem Platz zu zeigen – gegen Top-Teams aus Europa.

Am ermutigendsten war, wie sichtbar die Entwicklung war. Vom Moment unserer Ankunft bis zur Abreise konnte man sehen, wie das Team gewachsen ist – im Verständnis, in den Verbindungen untereinander und in der Art und Weise, wie sie gemeinsam gespielt haben. Die kollektive Klarheit, an der wir gearbeitet haben, wurde in echten Spielsituationen und in einem echten Turnier sichtbar.

Und das Beste daran? Das ist erst der Anfang. Wir sind allen dankbar, die diese Reise möglich gemacht haben, und freuen uns auf das, was diese Gruppe weiter aufbauen wird.

Xavier Santoloria – Cheftrainer U16 Boys

U18 Girls: 6-Nations Turnier in Ludwigshafen (DE)

Am frühen Donnerstagmorgen ging es los mit dem Car Richtung Ludwigshafen zum Osterturnier. Nach einer angenehmen Busfahrt kamen wir mittags direkt am Platz an und absolvierten unser erstes Training.

Danach ging es ins Hotel, um die Zimmer zu beziehen und das erste Meeting abzuhalten. Am Freitag spielten wir unser erstes Spiel gegen Deutschland U16, welches wir leider 0:10 verloren. Am nächsten Tag ging es direkt weiter gegen Österreich U17. Hier lieferten wir uns einen engen Kampf, den wir schlussendlich 0:1 verloren.

Daher war das Ziel am Sonntag klar, die ersten Tore und den ersten Sieg einzufahren. So kam es dann auch im Spiel gegen Irland und es gelang uns unser erstes Tor zu schiessen. Dabei blieb es auch und wir gewannen das Spiel 1:0. Das wiederum bedeutete, dass wir Platz 2 in unserer Gruppe belegten und somit am Ostermontag wieder gegen Österreich spielen würden.

Gameplan war also klar: eine Revanche und damit einen Sieg gegen Österreich. Das konnten wir auch umsetzen und gewannen das Spiel mit 3:1. Damit beendeten wir das Turnier auf dem dritten Platz.

Die Pizza zum Mittagessen war nun klar verdient und so genossen wir diese während dem Finalspiel zwischen Deutschland und Spanien. Bei strahlendem Sonnenschein warteten wir darauf, dass uns die U16 Jungs abholten, und wir uns auf den Heimweg machen konnten. Völlig erschöpft, aber stolz auf die Leistung kamen wir abends in der Schweiz wieder an.

Vielen Dank an die Zuschauer, die uns vor Ort unterstützt haben!

Christine Römer – Teammanagerin U18 Girls